Im Vertrauen bleiben wenn es turbulent ist
Viele kennen das: Manchmal werden wir in Situationen gedrängt, in denen wir uns nicht wohlfühlen. Oder das Leben zwingt uns, etwas zu verändern. Manche Veränderungen wünschen wir uns und streben sie aktiv an. Bei anderen werden wir jedoch nicht gefragt – sie passieren einfach.
Ich denke, jede Veränderung hat ihren Sinn. Unabhängig davon, ob wir sie zunächst als gut oder schlecht empfinden, können wir meist wenig dagegen tun. Gerade ungefragte Veränderungen, die anfangs oft belastend erscheinen, helfen uns, Erfahrungen zu sammeln. Erfahrungen, die uns auf unserem Weg stärker machen. Erfahrungen, die uns dabei unterstützen, unsere eigenen Werte zu reflektieren und uns mit unseren Hoffnungen, aber auch unseren Ängsten auseinanderzusetzen.
Das Jahr 2026 stand für viele bereits zu Beginn im Zeichen der Veränderung. Gemäss dem japanischen Tierkreiszeichen steht es im Zeichen des Feuerpferds, welches für grosse Umbrüche und Veränderungen steht. Einige Veränderungen lassen sich bereits im Voraus erkennen – beispielsweise, wenn ein Umzug geplant ist oder ein Jobwechsel bevorsteht.
Doch wie sieht es aus, wenn man plötzlich einen geliebten Menschen verliert? Wenn man bei der Arbeit nicht mehr gebraucht wird und den Job verliert? Wenn man eine schwere Diagnose erhält? Oder oder oder … Es gibt viele Ereignisse, die uns stark belasten können.
Wie geht man mit seinen Gefühlen um, wenn diese plötzlich nicht mehr von Freude geprägt sind, sondern von Trauer, Wut oder Verzweiflung? Wie findet man Vertrauen, wenn man das Gefühl hat, das Leben habe sich gegen einen verschworen? Wenn man nicht versteht, weshalb etwas passiert und sich immer wieder fragt: Was ist der Grund, weshalb mir das zustösst? Und was soll daran gut sein?
Gerade in Zeiten, in denen wir keinen Sinn erkennen können, wird Vertrauen zu einer täglichen Entscheidung. Nicht das Vertrauen, dass alles genau so kommt, wie wir es uns wünschen, sondern das Vertrauen, dass auch schwierige Erfahrungen Teil unseres Weges sein dürfen.
Dieses Vertrauen bedeutet nicht, alles schönzureden oder keine Zweifel zu haben. Es bedeutet vielmehr, trotz Unsicherheit offen dafür zu bleiben, dass sich manches erst im Rückblick verstehen lässt.
Innerhalb weniger Tagen traten bei mir Ereignisse ein, die mir den Boden unter den Füssen weggezogen haben. Ich fühlte mich orientierungslos und wusste nicht, wie ich mit all den Gefühlen umgehen sollte. Nebst der Orientierungslosigkeit erlebte ich auch einen gewissen Kontrollverlust. Manche Dinge lassen sich weder kontrollieren noch ändern. Und viel schlimmer: Ich spürte kein Vertrauen und fühlte die Verbindung zum Göttlichen nicht wie sonst. Das Einzige, was mir blieb, war, die Situation auszuhalten und in der Hoffnung zu bleiben, dass wieder gute Zeiten kommen.
Es waren die kleinen Dinge, die mir geholfen haben: Raus in die Natur gehen, Tiere beobachten und wahrnehmen, wie die Welt einfach weiterläuft. Beobachten, wie sich die Natur von Woche zu Woche verändert – vom Wachstum der grünen Blätter bis zur Entfaltung der schönen Blüten. Mir Zeit für mich nehmen, mir etwas Gutes tun, liebe Menschen treffen und manchmal auch einfach nichts tun und mit meinen Gedanken alleine sein.
Was bedeutet Vertrauen konkret?
Für mich bedeutet Vertrauen nicht, immer zu wissen, wie es weitergeht. Vertrauen bedeutet vielmehr, anzuerkennen, dass ich gerade keine Antworten habe – und trotzdem den nächsten Schritt zu gehen. Nicht weil ich sicher bin, sondern weil ich darauf vertraue, dass sich der Weg Stück für Stück zeigen wird. Und ja es ist auch absolut in Ordnung, nicht immer im Vertrauen zu sein. Aber für sich Zeit nehmen und in die Stille gehen, hilft meist und es kommen mehr Antworten, als man denkt.
Unabhängig davon, welche Veränderungen bei dir gerade anstehen: Du bist nicht alleine. Vielen Menschen geht es aktuell ähnlich. Viele kämpfen mit ihren eigenen Themen, die im oberflächlichen Kontakt oft unsichtbar bleiben. Es hat mich sehr erstaunt, wie mir während dieser Zeit doch einige Menschen gesagt haben, dass ich gut aussehe. Ich dachte in diesen Momenten nur: Es geht mir beschissen, wie kann ich da gut aussehen??!! Es zeigt, wie mein innerer Schmerz im Äusseren nur bedingt sichtbar war.
Und ganz wichtig: Es ist vollkommen in Ordnung, negative Gefühle zu haben. Fühle genau diese Gefühle. Lass sie zu. Habe auch einmal Mitgefühl mit dir selbst und denke daran:
«Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.» Fernando Sabino
Wenn du dir etwas Gutes für deinen Körper tun möchtest, biete ich dir gerne meine Unterstützung in meiner Praxis an.
P.S. Eine weitere grosse Veränderung steht bei mir bald an: Im Herbst darf ich meine Praxisräumlichkeiten in das wunderschöne Zürcher Weinland verlegen. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.
Ich wünsche dir viel Kraft, wo auch immer du aktuell stehst, und bin überzeugt, dass – wenn es dir momentan nicht gut geht – bald wieder schönere Zeiten kommen werden.
Freudige Grüsse und bis bald
Blanca
